Details und Erläuterungen

Vermessung und Bau der ägyptischen Pyramiden - von Eckart Unterberger

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Die Hebelmaschinen


Sie haben ihren Ursprung im Text von Herodot, in denen von Maschinen die Rede ist. Die Autoren beziehen sich auch gerne auf das Schafut, eine Methode, die in Ägypten zum Wasserschöpfen verwendet wurde und ebenfalls mit einem langen Hebel funktioniert.

Rampen oder keine Rampen?

Hebelmaschinen beim Pyramidenbau  - © Eckart Unterberger

Steht man aber am Fuß der Pyramiden, wird einem sofort klar:


  • Die Pyramidenflanken sind derart steil, dass es nicht gerade einfach sein muss, mit schweren Gewichten auf ihnen herumzujonglieren.
  • Größere Steine mit Gewichten von 40 Tonnen und mehr können so nicht bewegt werden.
  • Das Pyramidion kann nur mit komplizierten Maschinen hinaufgebracht werden.
  • Der Holzverbrauch für hunderte solcher Maschinen wäre enorm.


Sowohl die Spiralrampe als auch die Hebelmaschinen setzen voraus, dass die Pyramidenflanken bis zum Schluss nicht geglättet waren. Man vertritt die Anschauung, die Pyramide wurde erst ganz zum Schluss von oben nach unten geglättet, um dabei auch noch Fehler in der Vermessung auszugleichen. Es ist aber genau umgekehrt: Durch die Rampen oder Stufen wäre eine genaue Vermessung gar nicht möglich.


In der Literatur glaubt deshalb inzwischen niemand mehr so recht an an den Bau von langen Rampen oder die Verwendung von Hebelmaschinen. Es bleibt noch eine Möglichkeit: der Transport der Steine auf der Pyramidenflanke selbst.

© 2009-2019 Eckart Unterberger