Details und Erläuterungen

Vermessung und Bau der ägyptischen Pyramiden - von Eckart Unterberger

Details
wandernde Rampen

Unter Mastaba versteht man die frühen Gräber, nicht nur der Pharaonen. Die eigentliche Grabkammer befindet sich unterhalb des Baus und ist über einen Schacht erreichbar.


Der oberirdische Bau besteht aus einer rechteckigen Mauer aus Blocksteinen, das Innere ist mit Schutt und großen Steinen gefüllt. Grundsätzlich ist dieses Bauwerk also nichts anderes als eine Stützmauer im Geviert.


Nach dem Anlegen der unterirdischen Kammern beginnt der Bau der oberirdischen Anlage. Auf dem Bauplatz ebnen die Arbeiter zunächst den Fels und verlegen die erste Steinlage.


Daraufhin wird an allen vier Ecken eine Rampe errichtet und die nächste Schicht Blocksteine aufgebracht. Würde nur eine schmale Rampe an einer Seite gebaut, so hätte das mehrere Nachteile:


  • Im Inneren des Baus werden gleichzeitig Räume und Schächte angelegt, um welche die Steine herumgezogen werden müssten.
  • Auch zum Bau eben dieser Räume ist es sinnvoller und einfacher, die Steine von außen her zu verlegen, als sie um den Schacht herumzuziehen und erst dann zu platzieren.


Bei vier Rampen können mehr Arbeitskräfte eingesetzt werden, ohne sich gegenseitig zu behindern und die Steine müssen nie geschoben, sondern können immer gezogen werden. Diese Eckrampen werden gebaut, indem zuerst an den Seiten der Rampe eine Mauer aus Nilschlammziegeln errichtet wird. Der Zwischenraum wird mit Schutt und Sand gefüllt. Nach der Fertigstellung des Baus werden diese Rampen wieder abgerissen.


Von der Mastaba zur Stufenpyramide

© 2009 Eckart Unterberger